TREFFEN n°14 – LIGNA

DCF 1.0 Richtung Innovation

Sonia Maritan

 

Die LIGNA 2017, die vom 22. bis 26. Mai in Hannover stattgefunden hat, wurde vom starken internationalen Profil, den neuen Impulsen am Bereich dank der Industrie 4.0 gekennzeichnet, aber auch vom hohen Wohlgefallen für die neue Ausstellungsgestaltung und vom Focus auf den Innovationen.

2017 feiert die Deutsche Messe AG ihr 70. Jubiläum. In sieben Jahrzenten ist die ursprüngliche Exportmesse 1947 ein weltführender Veranstalter von Investitionsgüterausstellungen in Deutschland und Ausland geworden.

Durch die neue Gestaltung hat LIGNA gezeigt, sie kann der Wachstumsstabilität des Sektors einen gründlichen Beitrag geben. Mehr als 1.500 Aussteller – unter denen 900 vom Ausland kommend – haben fortgeschrittene Lösungen und Technologien, wie auch innovativen Fertigungsanlagen auf 129.000mq von reine Ausstellungsoberfläche präsentiert.

Bei der LIGNA 2017 wurden insgesamt 93.000 Besucher registriert, unter denen 42.000 Ausländer aus 100 verschiedenen Länder, um einen kompletten Überblick der neuen Entwicklungen zur Holzbe- und -verarbeitung. Ein erhöhtes Besucheraufkommen wurde aus allen Weltzonen, insbesondere aus Asien, Nordamerika und Europa. Unter der ersten zehn Herkunftsländer der Besucher findet man Frankreich, Österreich, USA, Schweden, Belgien, Spanien, China; Polen, Italien und Russland.

Mehr als der 80% der Besucher hat die neue Themengestaltung von LIGNA als „gut“ bis „sehr gut“ geschätzt. Auch die gezielte Aufmerksamkeit auf dem Bereich der Oberflächentechnologien hat sich als bezwingend gezeigt, da sie Interesse in einem Besucher auf drei geweckt hat. Der Bilanz der 5 Messetagen ist für die Organisatoren durchaus positiv: die wichtigste Weltmesse für Maschinen, Anlagen und Werkzeugen zur Holzbe- und –verarbeitung geht ausgezeichnet. „LIGNA 2017 hat einen Meilenstein in die Digitalisierung der Holzindustrie gelegt“, sagt Andreas Gruchow der Verwaltung von Deutsche Messe während der Pressekonferenz zur Schließung der Veranstaltung. „Die Lösungen von Industrie 4.0 für die Holzindustrie – und vor allem Digitalisierung, Vernetzung und Automation – waren das Hauptthema dieser Veranstaltung. Die Aussteller haben eine sehr breite Palette von Lösungen vorgeschlagen, von komplexen und anspruchsvolle integrierte Industrieanlagen zu entry-level Systeme für Handwerkunternehmen“.

Einige Bilder der LIGNA 2017.

Also ein sehr markierter internationaler Profil von sowohl Aussteller als auch Besucher und neue Impulse zum Trend der Digitalisierung, die die Gestaltung vom Sektor gerade neu definiert. Aber nicht nur. Dieses Jahr für das erste Mal wurde eine neue Aufteilung der Ausstellungsräumen: die neue Gestaltung spiegelt nämlich die aktuelle Änderungen der Benutzung der Technologie im Bereich der Holzbearbeitung, wo eine Grenze zwischen Industrie und Handwerk nicht mehr da ist. Eine Gestaltung, die neuen Gruppen von Besuchern, von der Mischung von größeren und kleineren Maschinen verlockt, zu den Standen geführt hat. „Die neue Ausstellungsformel hat sehr gefallen. Unsere Kunden sind damit sehr zufrieden“, erklärt Wofgang Pöschl, Präsident von VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Frankfurt-am-Mein) und CEO von Michael Weinig AG in Tauberbischofsheim. „Digitalisierung und integrierte Fertigung sind neue Erfolgsfaktoren für unsere Kunden. Wir erwarten ein starkes Wachstum der Aufträge und werden alles machen, um die Lieferzeiten zu optimieren“.

Die Hersteller haben den Anwendern neue Softwarelösungen vorgeschlagen, die alle Komponenten einer Anlage integrieren. Im Sinne des Themas Industrie 4.0, hat der Trend der Visualisierung von Ver- und Bearbeitungsphasen sehr Erfolg gehabt. Die Holzindustrie hat seine Innovationsfähigkeit dank einer ganzen Reihen von Vorschlägen gezeigt: vom Service-App für die Maschinenüberwachung zu Digitalwarnungen für den Bediener durch Einstellung von Piktogrammen auf Sägemaschinen, zu Sicherheitssysteme mit Videokameras für Mobilschaufellader. Die auf dem Cloud basierten Digitalzwillinge von Maschinen und Werkzeugen haben sich für effiziente Verfahren bei schnellen Auftragsfertigungen und Dokumentation des Lebenszyklus von Maschinen als sehr nützlich bewiesen.

Ein weiteres Merkmal der Neuheiten, die auf LIGNA vorgestellt wurden, ist die Tendenz, eine höhere Fertigungseffizienz zu erreichen, ohne auf dem Bediener zu gravieren. Ein Aussteller hat das erste „3-Klick“ Verfahren zur kompletten Verarbeitung eines Möbels vorgestellt. Im Bereich der Maschinenbauteilen und der Automation haben die Roboter Riesenschritte gemacht.

 Finiture erwartet Sie auf der nächsten LIGNA, vom 27. bis 31. Mai 2019!